Schweizerischer Gewerkschaftsbund


 

Notice nr.:3533
Media type:Archiv
Level of description:Bestand
Language/scripts of material:Deutsch und Französisch
Author:Schweizerischer Gewerkschaftsbund
Title:Schweizerischer Gewerkschaftsbund
Administrative/Biographical history:(Notice en français: voir le lien à la fin de celle-ci)

Mit der Schaffung der Unterstützungs- und Krankenkassen am Anfang des 19. Jahrhunderts begann sich auch das Gewerkschaftswesen in der Schweiz zu entwickeln. 1873 schlossen sich Gewerkschaften und andere Organisationen zum Schweizerischen Arbeiterbund (auch der "Alte Arbeiterbund" genannt) zusammen. Im Laufe der Zeit wurde den Gewerkschaften aber klar, dass sie eine rein gewerkschaftliche Vereinigung brauchten. Der Schweizerische Arbeiterbund organisierte einen Kongress in Olten, der vom 6. bis zum 8. November dauerte. An diesem Kongress wurde unter dem Namen "Allgemeiner Gewerkschaftsbund" der SGB gegründet. Am 1. März 1881 stimmten 133 Mitglieder aus 12 Sektionen den ersten Statuten zu und bestimmten Genf als Zentrale für den neuen Gewerkschaftsbund. 1884 wurde die Zentrale nach Zürich verlegt, seit 1902 befindet sie sich in Bern. Das erste offizielle Organ war die "Arbeiterstimme", welches der Allgemeine Gewerkschaftsbund bis 1898 zusammen mit der neuen Sozialdemokratischen Partei der Schweiz ( sie wurde am selben Kongress in Olten gegründet) publizierte und welches 1909 in die "Revue syndicale suisse" (1909 - 1994) umbenannt wurde. Von 1880 bis 1896 wurde der Allgemeine Gewerkschaftsbund vom Vorstand nebenamtlich geleitet. 1897 übernahm der erste vollamtliche Sekretär seine Aufgaben. Mit Hinblick auf die zahlreichen Streiks zu Beginn der 1880er Jahre gründete der Allgemeine Gewerkschaftsbund zusammen mit dem Grütliverein am 5. September 1886 die allgemeine Schweizerische Arbeiter- Reservekasse um Opfer von Streiks und Arbeiterkämpfen zu unterstützen. 1890 wurde der deutsche Name "Allgemeiner Gewerkschaftsbund der Schweiz" in "Allgemeiner Schweizerischer Gewerkschaftsbund" geändert. Erst 1913 änderte auch der französische Name in "Union Suisse des Fédérations Syndicales". Am Kongress in Winterthur vom 14. bis zum 16 April 1900 wurde dann der bis heute gültige Name "Schweizerischer Gewerkschaftsbund" übernommen. Die französische Version "Union Syndicale Suisse" findet sich jedoch erst 1917 in den Dokumenten. Am 4. Februar 1918 gründeten Delegierte des SGB und der Sozialdemokratischen Partei das Aktionskomitee von Olten, welches sich 1919 in einem Aufsehen erregenden Militär - Prozess wieder auflöste. Die grossen Themen, für die sich der SGB in seiner Geschichte immer wieder einsetzte und bis heute einsetzt, sind die Arbeitsbedingungen, die Sozialversicherungen, die Bildung und die Gleichstellung von Mann und Frau. 1948 nahm das Volk die AHV an und 2004 den Mutterschaftsurlaub. Die 40 - Stundenwoche und vier Wochen Ferien pro Jahr sind heute in den meisten Kollektivverträgen fest verankert.
Scope and content:Der Bestand enthält sämtliche Archivmaterialien seit der Gründung von 1880.
Dates:1880 -
Physical Description:65 lm.
Archival history:Die Archive des SGB wurden ab 1947 von Willy Keller, dem ersten Archivar, professionell betreut. Von 1902 bis 1923 zog das Archiv mindestens fünf Mal um, bis es dann am aktuellen Standort eingerichtet wurde. Bis 1994 bestand das Inventar aus sehr kurzen Beschreibungen auf Karteikarten, die sich über den gesamten Zettelkatalog der Bibliothek verteilten. Sämtliche wichtigen Dokumente scheinen im Archiv vorhanden zu sein, auch wenn sie manchmal schwer zu finden sind. Seit 2005 wird das Archiv Schritt für Schritt durchgesehen und in dieser Datenbank neu beschrieben.
Subjects:SGB
Archiv
Classification:0 : Schweizerischer Gewerkschaftsbund
System of arrangement:Im Archiv wird das Provenienzprinzip angewendet. Die Dossiers der politischen SekretärInnen werden indexiert und nummeriert und dann in säurefreien Archivschachteln nach Numerus Currens abgelegt.
Conditions governing access:Benutzung an Ort und Stelle
Les documents peuvent être consultés sur place. Ils sont en général soumis à un délai de 10 ans à compter à partir de leur création. Toutefois, des demandes motivées de consultation avancée peuvent être prises en considération. Les documents publics tels que les procès-verbaux des congrès peuvent être consultés dès impression. Les documents émanant de commissions fédérales sont soumis au même délai que ceux des Archives fédérales soit 30 ans. Pour les exceptions, la date à partir de laquelle les documents peuvent être consultés est spécifiée dans la notice descriptive de ces documents.
Conditions governing reproduction:Gemäss Zustand des Dokuments, keine Fotokopie möglich, nur Fotografie.
Finding aids:Der Aktenplan auf der ersten Seite unseres Katalogs gibt eine Übersicht über die Struktur des Archives des SGB. Um ein Dokument zu finden, kann man entweder unter Archivaktenplan in der Indexsuche die Ziffer direkt eintippen oder die untenstehenden Links durchblättern.
Publication note:Friedrich Heeb: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund 1880-1930. Bern, 1930
Vom Wert der Arbeit. Rotpunktverlag, 2006
go to:
Links:Autorität
Union syndicale suisse
Permalink:http://wvps46-163-105-116.dedicated.hosteurope.de/bern-sgb/direct.aspx?noticenr=3533




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